06.02.2017, 19:17

>„Mir gefällt es hier sehr gut!“

„Mir gefällt es hier sehr gut!“


Ursula Baur auf ihrem Balkon mit Blick auf die Stadt Nürtingen.

Seit September 2016 besteht am Fuße des Säers in der Kißlingstraße 1, Nürtingen ein neues ambulantes Wohnprojekt der Behinderten-Förderung-Linsenhofen e.V. Der Gebäudekomplex, in welchem hauptsächlich ein Pflegeheim für Senioren untergebracht ist, beinhaltet im obersten Stockwerk eine Wohngemeinschaft für sieben Menschen mit Handicap. Die relativ zentrale Lage unterstützt die Bewohnerinnen und Bewohner auch hinsichtlich ihrer Mobilität. So sind beispielsweise die Wege in die Stadt oder zu den öffentlichen Verkehrsmitteln kurz. Die Einrichtung der Wohnung zeichnet ein hohes Maß an Barrierefreiheit aus, wie beispielsweise eine unterfahrbare Küche. Auch für Menschen mit hohem Pflegebedarf soll ein möglichst selbstbestimmtes Wohnen realisiert werden. Eine Förderung durch die Lotterie der Glücksspirale hat eine solche Ausstattung überhaupt erst möglich gemacht.

Ursula Bauer arbeitet und wohnt seit vielen Jahren bei der Behinderten-Förderung-Linsenhofen e.V. und ist inzwischen in die Kißlingstraße umgezogen. Wie sich der Umzug gestaltete und ihr die neue Umgebung gefällt berichtet sie selbst:

„Ich heiße Ursel und wohne seit neuestem in der Kißlingstraße. Mir gefällt es hier sehr gut. Die Umgebung ist optimal! Ich bin gleich in der Stadt und kann dort einkaufen. Ich habe es nicht weit zum Bahnhof, damit ich jeden Tag nach Linsenhofen zur Arbeit fahren kann. Eingezogen sind wir in der ersten Woche zu dritt, nach einer Woche kam noch eine Bewohnerin dazu und im Januar dann drei weitere, sodass wir nun voll sind.

Der Umzug war sehr stressig, aber es hat trotzdem gut funktioniert. Das Einräumen meiner Sachen in meinem Zimmer war ein bisschen anstrengend. Vieles in der Kißlingstraße ist neu für mich, ich muss mich erst daran gewöhnen, dass ich viele Dinge selbstständig machen muss. Aber ich finde das cool. Ich verstehe mich gut mit meinen neuen Mitbewohnern. Wir spielen abends gemeinsam Spiele und wir kochen auch miteinander, das macht mir Spaß. Es ist wichtig, dass alle aufeinander Rücksicht nehmen. Manchmal muss ich aber auch etwas sagen, wenn mich etwas stört, zum Beispiel, wenn einer etwas zu laut Musik hört. Mir gefällt es, selbstständig zu leben, aber trotzdem mit anderen zusammen in einer WG zu sein. Es ist immer jemand da, wenn ich Hilfe brauche. Ich freue mich auf meine Zukunft in der Kißlingstraße.“

Seite drucken
Diese Seite drucken
Schriftgröße
+ -
Spendenbarometer

Für den Neubau
der Werkstatt in Frickenhausen

600.000 Euro
504.833 Euro