10.09.2012, 10:38

Sinneserlebnisse f¸r schwerstbehinderte Menschen

Firma Schall Messeveranstalter ermöglicht Snoezelenraum

Ein weißer himmlischer Raum, wie man ihn sich im Märchen von 1001 Nacht vorstellt, so sieht ein Snoezelenraum aus. Allerdings ist er mit modernster Technik (Licht-, Klang und Tonelementen, Aromen und Musik) ausgestattet, die beim Menschen Sinnesempfindungen auslösen.
Ein Snoezelenraum wird zur Tiefenentspannung schwerstbehinderter Menschen eingesetzt.
Am letzten Donnerstag weihte die Behinderten-Förderung-Linsenhofen e. V. in ihrer Einrichtung in Linsenhofen ihren Snoezelenraum ein.
Menschen, die seit ihrer Geburt weder hören, sehen noch sprechen können und zusätzlich an den Rollstuhl gefesselt und schwerstbehindert sind, reagieren im Snoezelenraum und zeigen ihr Wohlbefinden. Diese Erfahrungen haben die Betreuer der Behinderten-Förderung in Linsenhofen in den letzten Tagen schon gemacht. Das Wort Snoezelen ist dem Holländischen entlehnt und bedeutet übersetzt schnüffeln, schlummern. Die Idee dazu hatten zwei Holländer, die einen Erlebnisraum für schwerstbehinderte Menschen schaffen wollten. Ihr Konzept ging nicht nur in Holland auf. Für die Behinderten-Förderung-Linsenhofen ist es ebenfalls schon der zweite Snoezelenraum, den ersten hatte sie bereits 2010 in ihrer Einrichtung in Oberboihingen geschaffen. Der Raum selbst wird mit vielen technischen Elementen versehen. Es befinden sich darin sprudelnde Wassersäulen, Lichtspiele, die mit einem Beamer auf die Wand projiziert werden, ein Wasserbett, das wiederum mit der Stereoanlage so gekoppelt wurde, dass die Vibration der Bässe auf dem Bett für den Liegenden deutlich zu spüren sind. Dieses Interieur ist natürlich nicht ganz billig, deshalb freute sich die Behinderten-Förderung-Linsenhofen ganz besonders, als der Linsenhöfer Messeveranstalter Paul Eberhard Schall das Vorhaben mit einer großzügigen Spende unterstützte. Das Wasserbett wurde von der Nagolder Firma Kallisto gesponsert. Die Vorstandsmitglieder Günther Schempp und Claudia Grau (Nürtinger Bürgermeisterin) sowie Geschäftsführer Siegfried Bosch der Behinderten-Förderung-Linsenhofen e. V. dankten den Spendern herzlich. Paul Eberhard Schall freute sich mit seiner Frau Bettina über den gelungenen Raum: „Hier sehe ich, wie diese Spende Menschen hilft, die es wirklich benötigen.“ Auch Erika und Markus Rosenauer von der Firma Kallisto sehen den Gebrauch eines ihrer Wasserbetten in dieser Funktion nicht alle Tage: „Toll, wenn ein Wasserbett für Therapiezwecke im Behindertenbereich verwendet wird.“       

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